Chullin — Talmud Bavli auf Beth HaMidrash: der hebräische Text und seine deutsche Übersetzung, mit Raschi und den großen Kommentatoren. Kostenlos, online.
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מַתְנִי׳ הַכֹּל שׁוֹחֲטִין וּשְׁחִיטָתָן כְּשֵׁרָה, חוּץ מֵחֵרֵשׁ שׁוֹטֶה וְקָטָן, שֶׁמָּא יְקַלְקְלוּ אֶת שְׁחִיטָתָן. וְכוּלָּן שֶׁשָּׁחֲטוּ וַאֲחֵרִים רוֹאִין אוֹתָן – שְׁחִיטָתָן כְּשֵׁרָה.JEDER DARF SCHLACHTEN UND SEINE SCHLACHTUNG IST GÜLTIG, AUSGENOMMEN EIN TAUBER, EIN BLÖDER UND EIN MINDERJÄHRIGER, WEIL SIE DIE SCHLACHTUNG VERDERBEN KÖNNTEN. HABEN SIE ALLE GESCHLACHTET UND ANDERE SIE BEOBACHTET, SO IST IHRE SCHLACHTUNG GÜLTIG.
גְּמָ׳ ״הַכֹּל שׁוֹחֲטִין״ – לְכַתְּחִלָּה, ״וּשְׁחִיטָתָן כְּשֵׁרָה״ – דִּיעֲבַד!GEMARA. Jeder darf schlachten, von vornherein, und seine Schlachtung ist gültig, wenn bereits erfolgt!?
אֲמַר לֵיהּ רַב אַחָא בְּרֵיהּ דְּרָבָא לְרַב אָשֵׁי: וְכֹל ״הַכֹּל״ לְכַתְּחִלָּה הוּא? אֶלָּא מֵעַתָּה: הַכֹּל מְמִירִין, אֶחָד הָאֲנָשִׁים וְאֶחָד הַנָּשִׁים – הָכִי נָמֵי דִּלְכַתְּחִלָּה הוּא? וְהָא כְּתִיב: ״לֹא יַחֲלִיפֶנּוּ וְלֹא יָמִיר אֹתוֹ טוֹב בְּרָע אוֹ רַע בְּטוֹב״!R. Aḥa, Sohn des Raba, sprach zu R. Aši: Ist denn überall, wo es ‘jeder’ heißt, von vornherein zu verstehen, [es wird ja gelehrt,] jeder könne umtauschen, ob Männer oder Weiber, wonach dies zu verstehen wäre, von vornherein, und dem widersprechend heißt es: er soll es nicht umwechseln und nicht vertauschen, ein gutes auf ein schlechtes oder ein schlechtes auf ein gutes!? –
הָתָם, כִּדְקָתָנֵי טַעְמָא: לֹא שֶׁהָאָדָם רַשַּׁאי לְהָמִיר, אֶלָּא שֶׁאִם הֵמִיר – מוּמָר, וְסוֹפֵג אֶת הָאַרְבָּעִים.Da wird die Erklärung ausdrücklich gelehrt: nicht etwa, daß man umtauschen dürfe, sondern daß, wenn man dies getan hat, es gültig sei und man die vierzig [Geißelhiebe] erhalte. –
אֶלָּא הַכֹּל מַעֲרִיכִין וְנֶעֱרָכִין, נוֹדְרִין וְנִידָּרִין, הָכִי נָמֵי דִּלְכַתְּחִלָּה? וְהָא כְּתִיב: ״וְכִי תֶחְדַּל לִנְדֹּר לֹא יִהְיֶה בְךָ חֵטְא״![Es wird ja gelehrt,] jeder könne schätzen und geschätzt werden, [seinen Wert] geloben und im Werte gelobt werden, wonach dies zu verstehen wäre, von vornherein, und dem widersprechend heißt es: wenn du zu geloben unterläßt, so haftet dir keine Sünde an,
Chullin.2a · Talmud Bavli. German trans. by Lazarus Goldschmidt, 1929
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