בֵּית הַמִּדְרָשׁ

Taanit — Mischna

Taanit — Mischna auf Beth HaMidrash: der hebräische Text und seine deutsche Übersetzung, mit Raschi und den großen Kommentatoren. Kostenlos, online.

Taanit

Taanit — Mischna auf Beth HaMidrash: der hebräische Text und seine deutsche Übersetzung, mit Raschi und den großen Kommentatoren. Kostenlos, online.

מֵאֵימָתַי מַזְכִּירִין גְּבוּרוֹת גְּשָׁמִים. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, מִיּוֹם טוֹב הָרִאשׁוֹן שֶׁל חָג. רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, מִיּוֹם טוֹב הָאַחֲרוֹן שֶׁל חָג. אָמַר לוֹ רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ. הוֹאִיל וְאֵין הַגְּשָׁמִים אֶלָּא סִימַן קְלָלָה בֶּחָג, לָמָּה מַזְכִּיר. אָמַר לוֹ רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, אַף אֲנִי לֹא אָמַרְתִּי לִשְׁאוֹל, אֶלָּא לְהַזְכִּיר מַשִּׁיב הָרוּחַ וּמוֹרִיד הַגֶּשֶׁם בְּעוֹנָתוֹ. אָמַר לוֹ, אִם כֵּן, לְעוֹלָם יְהֵא מַזְכִּיר:Von wann an erwähnt man die Wunderkräfte des Regens ? Rabbi Eli‘ezer sagt: Vom ersten Feiertage des Hüttenfestes an; Rabbi Josua sagt: Vom letzten Feiertage des Festes an. Da sagte Rabbi Josua zu ihm: Da der Regen am Hüttenfeste nur ein Zeichen des Fluches ist, warum soll man seiner erwähnen? Worauf ihm Rabbi Eli‘ezer erwiderte: Ich sprach ja auch nicht von einer Bitte, sondern nur von einer Erwähnung: Der den Wind wehen lässt und den Regen herniedersendet zu seiner Zeit. Jener aber meinte: Wenn dem so ist, wäre die Erwähnung stets am Platze.

אֵין שׁוֹאֲלִין אֶת הַגְּשָׁמִים אֶלָּא סָמוּךְ לַגְּשָׁמִים. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, הָעוֹבֵר לִפְנֵי הַתֵּבָה בְּיוֹם טוֹב הָאַחֲרוֹן שֶׁל חַג, הָאַחֲרוֹן מַזְכִּיר, הָרִאשׁוֹן אֵינוֹ מַזְכִּיר. בְּיוֹם טוֹב הָרִאשׁוֹן שֶׁל פֶּסַח, הָרִאשׁוֹן מַזְכִּיר, הָאַחֲרוֹן אֵינוֹ מַזְכִּיר. עַד אֵימָתַי שׁוֹאֲלִין אֶת הַגְּשָׁמִים, רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, עַד שֶׁיַּעֲבֹר הַפָּסַח. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, עַד שֶׁיֵּצֵא נִיסָן, שֶׁנֶּאֱמַר (יואל ב) וַיּוֹרֶד לָכֶם גֶּשֶׁם, מוֹרֶה וּמַלְקוֹשׁ בָּרִאשׁוֹן:Man bittet um Regen erst kurz vor der Regenzeit. Rabbi Juda sagt: Tritt man vor die Lade am letzten Feiertage des Festes, so erwähnt der letzte, der erste aber erwähnt nicht; am ersten Feiertage des Pesaḥfestes erwähnt der erste, der letzte dagegen erwähnt nicht. Bis wann bittet man um Regen? Rabbi Juda sagt: Bis Pesaḥ vorüber ist; Rabbi Mêïr sagt: Bis Nisan zu Ende geht, denn es heisst: Er liess euch Regen herniederströmen, Früh- und Spätregen im Ersten.

בִּשְׁלשָׁה בְמַרְחֶשְׁוָן שׁוֹאֲלִין אֶת הַגְּשָׁמִים. רַבָּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, בְּשִׁבְעָה בוֹ, חֲמִשָּׁה עָשָׂר יוֹם אַחַר הֶחָג, כְּדֵי שֶׁיַּגִּיעַ אַחֲרוֹן שֶׁבְּיִשְׂרָאֵל לִנְהַר פְּרָת:Am dritten Marḥeschwan bittet man um Regen; Rabban Gamliel sagt: Am siebenten, fünfzehn Tage nach dem Hüttenfeste, damit inzwischen der Letzte in Israel bis zum Euphratstrome gelange.

הִגִּיעַ שִׁבְעָה עָשָׂר בְּמַרְחֶשְׁוָן וְלֹא יָרְדוּ גְשָׁמִים, הִתְחִילוּ הַיְחִידִים מִתְעַנִּין שָׁלשׁ תַּעֲנִיּוֹת. אוֹכְלִין וְשׁוֹתִין מִשֶּׁחֲשֵׁכָה, וּמֻתָּרִין בִּמְלָאכָה וּבִרְחִיצָה וּבְסִיכָה וּבִנְעִילַת הַסַּנְדָּל וּבְתַשְׁמִישׁ הַמִּטָּה:Trat der siebzehnte Marḥeschwan ein, und es war noch kein Regen gefallen, fingen Einzelne zu fasten an und zwar drei Fasttage. Sie assen und tranken, nachdem es dunkel geworden war, und es war ihnen sowohl Arbeitsverrichtung wie auch Baden, Salben, Sandalenbeschuhung und Benutzung des Bettes gestattet.

הִגִּיעַ רֹאשׁ חֹדֶשׁ כִּסְלֵו וְלֹא יָרְדוּ גְשָׁמִים, בֵּית דִּין גּוֹזְרִין שָׁלשׁ תַּעֲנִיוֹת עַל הַצִּבּוּר. אוֹכְלִין וְשׁוֹתִין מִשֶּׁחֲשֵׁכָה, וּמֻתָּרִין בִּמְלָאכָה וּבִרְחִיצָה וּבְסִיכָה וּבִנְעִילַת הַסַּנְדָּל וּבְתַשְׁמִישׁ הַמִּטָּה:Ist der Anfang des Monats Kislew eingetreten und immer noch kein Regen gefallen, so verhängt der Gerichtshof drei Fasttage über die Gemeinde. Man isst und trinkt, nachdem es dunkel geworden, und Arbeitsverrichtung wie auch Baden, Salben, Sandalenbeschuhung und Benutzung des Bettes sind erlaubt.

Mishnah Taanit.1 · Mischnajot mit deutscher Übersetzung und Erklärung. Berlin 1887-1933

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