Sota — Mischna auf Beth HaMidrash: der hebräische Text und seine deutsche Übersetzung, mit Raschi und den großen Kommentatoren. Kostenlos, online.
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הַמְקַנֵּא לְאִשְׁתּוֹ, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, מְקַנֵּא לָהּ עַל פִּי שְׁנַיִם, וּמַשְׁקָהּ עַל פִּי עֵד אֶחָד אוֹ עַל פִּי עַצְמוֹ. רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, מְקַנֵּא לָהּ עַל פִּי שְׁנַיִם וּמַשְׁקָהּ עַל פִּי שְׁנָיִם:Wer seiner Frau gegenüber Eifersucht äussert, muss, so sagt R. Eliëser, vor zweien Eifersucht ihr gegenüber äussern, und lässt sie trinken auf Grund der Aussage eines Zeugen oder auf Grund seiner eigenen Aussage. R. Jehoschua sagt: Er muss ihr gegenüber Eifersucht äussern vor zweien und lässt sie (ebenso) trinken auf Grund der Aussage zweier.
כֵּיצַד מְקַנֵּא לָהּ. אָמַר לָהּ בִּפְנֵי שְׁנַיִם, אַל תְּדַבְּרִי עִם אִישׁ פְּלוֹנִי, וְדִבְּרָה עִמּוֹ, עֲדַיִן הִיא מֻתֶּרֶת לְבֵיתָהּ וּמֻתֶּרֶת לֶאֱכֹל בַּתְּרוּמָה. נִכְנְסָה עִמּוֹ לְבֵית הַסֵּתֶר וְשָׁהֲתָה עִמּוֹ כְדֵי טֻמְאָה, אֲסוּרָה לְבֵיתָהּ וַאֲסוּרָה לֶאֱכֹל בַּתְּרוּמָה. וְאִם מֵת, חוֹלֶצֶת וְלֹא מִתְיַבָּמֶת:Wie äussert er ihr gegenüber Eifersucht? Hat er ihr vor zweien (lediglich) gesagt: „Sprich nicht mit dem N. N.“, und (ebenso) hat sie (lediglich) mit ihm gesprochen, so ist sie noch erlaubt für ihr Haus und darf Priesterhebe geniessen. Hat sie sich aber mit ihm an einen verborgenen Ort begeben und mit ihm die Dauer einer Verunreinigung verweilt, dann ist sie verboten für ihr Haus und darf Priesterhebe nicht geniessen; und wenn er gestorben ist, muss sie Chaliza vollziehen und darf vom Levir nicht geehelicht werden.
וְאֵלּוּ אֲסוּרוֹת מִלֶּאֱכֹל בַּתְּרוּמָה, הָאוֹמֶרֶת טְמֵאָה אֲנִי לְךָ, וְשֶׁבָּאוּ עֵדִים שֶׁהִיא טְמֵאָה, וְהָאוֹמֶרֶת אֵינִי שׁוֹתָה, וְשֶׁבַּעְלָהּ אֵינוֹ רוֹצֶה לְהַשְׁקוֹתָהּ, וְשֶׁבַּעְלָהּ בָּא עָלֶיהָ בַדֶּרֶךְ. כֵּיצַד עוֹשֶׂה לָהּ, מוֹלִיכָהּ לְבֵית דִּין שֶׁבְּאוֹתוֹ מָקוֹם, וּמוֹסְרִין לוֹ שְׁנֵי תַלְמִידֵי חֲכָמִים, שֶׁמָּא יָבֹא עָלֶיהָ בַּדֶּרֶךְ. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, בַּעְלָהּ נֶאֱמָן עָלֶיהָ:Und diese (im folgenden angeführten Frauen) dürfen Priesterhebe nicht geniessen. Eine, die sagt: „Ich bin unrein für dich“ und eine, bezüglich derer Zeugen, die gekommen sind, aussagen, dass sie unrein ist, und eine, die sagt: „Ich trinke nicht“ und die, deren Mann sie nicht trinken lassen will, und die, deren Mann sie auf dem Wege begattet hat. Wie verfährt er mit ihr? Er führt sie zum Gericht am betreffenden Orte und man gibt ihm zwei Gelehrten-Jünger mit, er könnte sie auf dem Wege begatten. R. Jehuda sagt: Ihr Mann ist bezüglich ihrer vertrauenswürdig.
הָיוּ מַעֲלִין אוֹתָהּ לְבֵית דִּין הַגָּדוֹל שֶׁבִּירוּשָׁלַיִם, וּמְאַיְּמִין עָלֶיהָ כְדֶרֶךְ שֶׁמְּאַיְּמִין עַל עֵדֵי נְפָשׁוֹת. וְאוֹמְרִים לָהּ, בִּתִּי, הַרְבֵּה יַיִן עוֹשֶׂה, הַרְבֵּה שְׂחוֹק עוֹשֶׂה, הַרְבֵּה יַלְדוּת עוֹשָׂה, הַרְבֵּה שְׁכֵנִים הָרָעִים עוֹשִׂים. עֲשִׂי לִשְׁמוֹ הַגָּדוֹל שֶׁנִּכְתַּב בִּקְדֻשָּׁה, שֶׁלֹּא יִמָּחֶה עַל הַמָּיִם. וְאוֹמְרִים לְפָנֶיהָ דְּבָרִים שֶׁאֵינָהּ כְּדַאי לְשׁוֹמְעָן, הִיא וְכָל מִשְׁפַּחַת בֵּית אָבִיהָ:Man führte sie hinauf zum höchsten Gerichtshof in Jerusalem. Und man macht ihr Angst, so wie man Angst macht Zeugen über ein todeswürdiges Verbrechen. Und man sagt zu ihr: „Meine Tochter, vieles macht der Wein, vieles macht das Scherzen, vieles macht die Jugendlichkeit, vieles machen böse Nachbarn. Handle um Seines grossen Namens willen, der in Heiligkeit niedergeschrieben wird, dass er nicht ausgelöcht werde auf das Wasser!“ Und man sagt vor ihr Dinge, die weder sie noch ihre ganze Familie zu hören würdig sind.
אִם אָמְרָה טְמֵאָה אָנִי, שׁוֹבֶרֶת כְּתֻבָּתָהּ וְיוֹצֵאת. וְאִם אָמְרָה טְהוֹרָה אָנִי, מַעֲלִין אוֹתָהּ לְשַׁעַר הַמִּזְרָח שֶׁעַל פֶּתַח שַׁעַר נִקָּנוֹר, שֶׁשָּׁם מַשְׁקִין אֶת הַסּוֹטוֹת, וּמְטַהֲרִין אֶת הַיּוֹלְדוֹת, וּמְטַהֲרִין אֶת הַמְּצֹרָעִים. וְכֹהֵן אוֹחֵז בִּבְגָדֶיהָ, אִם נִקְרְעוּ נִקְרָעוּ, אִם נִפְרְמוּ נִפְרָמוּ, עַד שֶׁהוּא מְגַלֶּה אֶת לִבָּהּ, וְסוֹתֵר אֶת שְׂעָרָהּ. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם הָיָה לִבָּהּ נָאֶה, לֹא הָיָה מְגַלֵּהוּ. וְאִם הָיָה שְׂעָרָהּ נָאֶה, לֹא הָיָה סוֹתְרוֹ:Wenn sie gesagt hat: „Ich bin unrein,“, dann quittiert sie ihre Ketuba und geht fort (vom Gericht). Wenn sie aber gesagt hat: „Ich bin rein“, dann führt man sie hinauf zum Osttor, welches beim Eingang des Nikanortores ist, wo man die Sotot trinken lässt, und wo man die Gebärenden rein werden lässt, und wo man die Aussätzigen rein werden lässt; und ein Priester erfasst ihre Kleider, — wenn sie (dadurch) zerrissen wurden, wurden sie eben zerriss en, und wenn sie (dadurch) zerfetzt wurden, dann wurden sie eben zerfetzt, — bis er ihre Brust entblösst. Und er zerrauft ihr Haar. R. Jehuda sagt: „Wenn ihre Brust schön war, dann entblösste er sie nicht, und wenn ihr Haar schön war, dann zerraufte er es nicht.“
Mishnah Sotah.1 · Mischnajot mit deutscher Übersetzung und Erklärung. Berlin 1887-1933
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