Bikkurim — Mischna auf Beth HaMidrash: der hebräische Text und seine deutsche Übersetzung, mit Raschi und den großen Kommentatoren. Kostenlos, online.
Bikkurim — Mischna auf Beth HaMidrash: der hebräische Text und seine deutsche Übersetzung, mit Raschi und den großen Kommentatoren. Kostenlos, online.
יֵשׁ מְבִיאִין בִּכּוּרִים וְקוֹרִין, מְבִיאִין וְלֹא קוֹרִין, וְיֵשׁ שֶׁאֵינָן מְבִיאִין. אֵלּוּ שֶׁאֵינָן מְבִיאִין, הַנּוֹטֵעַ לְתוֹךְ שֶׁלּוֹ וְהִבְרִיךְ לְתוֹךְ שֶׁל יָחִיד אוֹ שֶׁל רַבִּים, וְכֵן הַמַּבְרִיךְ מִתּוֹךְ שֶׁל יָחִיד אוֹ מִתּוֹךְ שֶׁל רַבִּים לְתוֹךְ שֶׁלּוֹ. הַנּוֹטֵעַ לְתוֹךְ שֶׁלּוֹ וְהִבְרִיךְ לְתוֹךְ שֶׁלּוֹ, וְדֶרֶךְ הַיָּחִיד וְדֶרֶךְ הָרַבִּים בָּאֶמְצַע, הֲרֵי זֶה אֵינוֹ מֵבִיא. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כָּזֶה מֵבִיא:Einige bringen Erstlinge dar und lesen; Andere bringen sie dar und dürfen nicht lesen; und wieder Andere brauchen keine Erstlinge darzubringen. Folgende nämlich brauchen keine Erstlinge darzubringeu: Wer auf eignem Felde gepflanzt und den Ableger in eines Andern Eigentum, oder in einen öffentlichen Platz hineingezogen hat; oder in eines Andern Eigentum, oder auf einem öffentlichen Platz gepflanzt und den Ableger in sein eignes Feld hereingezogen hat; wer im eigenen Felde gepflanzt und den Ableger in sein eigenes Feld, welches von jenem durch einen Privatweg oder öffentlichen Weggetrennt ist, gezogen hat, braucht keine Erstlinge darzubringen. R. Jehudah sagt: Letzterer muss sie darbringen.
מֵאֵיזֶה טַעַם אֵינוֹ מֵבִיא, מִשּׁוּם שֶׁנֶּאֱמַר, רֵאשִׁית בִּכּוּרֵי אַדְמָתְךָ (שמות כג), עַד שֶׁיְּהוּ כָל הַגִּדּוּלִין מֵאַדְמָתְךָ. הָאֲרִיסִין וְהֶחָכוֹרוֹת וְהַסִּקָּרִיקוֹן וְהַגַּזְלָן, אֵין מְבִיאִין מֵאוֹתוֹ הַטַּעַם, מִשּׁוּם שֶׁנֶּאֱמַר, רֵאשִׁית בִּכּוּרֵי אַדְמָתְךָ:Aus welchem Grunde ist ein solcher nicht zur Darbringung verpflichtet? — Weil es heisst: »Die Erstlinge der Reife Deines Ackers«, welches bedeutet: Es muss, der ganze Wuchs auf Deinem Felde sein. Wer gegen Fruchtanteil den Acker bestellt, wer pachtet, wer ein Grundstück durch Gewalt oder Raub an sich gebracht hat, bringt aus demselben Grunde keine Erstlinge dar, weil es heisst: Die Erstlinge der Reife Deines Ackers.
אֵין מְבִיאִין בִּכּוּרִים חוּץ מִשִּׁבְעַת הַמִּינִים. לֹא מִתְּמָרִים שֶׁבֶּהָרִים, וְלֹא מִפֵּרוֹת שֶׁבָּעֲמָקִים, וְלֹא מִזֵּיתֵי שֶׁמֶן שֶׁאֵינָם מִן הַמֻּבְחָר. אֵין מְבִיאִין בִּכּוּרִים קֹדֶם לָעֲצֶרֶת. אַנְשֵׁי הַר צְבוֹעִים הֵבִיאוּ בִכּוּרֵיהֶם קֹדֶם לָעֲצֶרֶת, וְלֹא קִבְּלוּ מֵהֶם, מִפְּנֵי הַכָּתוּב שֶׁבַּתּוֹרָה (שמות כג) וְחַג הַקָּצִיר בִּכּוּרֵי מַעֲשֶׂיךָ אֲשֶׁר תִּזְרַע בַּשָּׂדֶה:Man bringt Erstlinge nur von den sieben Fruchtarten dar; übrigens auch nicht von den Datteln auf den Gebirgen und von den Früchten in den Tälern, nicht von solchen Oliven, die nicht auserwählt gut sind.—Man bringt die Erstlinge nicht vor dem Wochenfeste. Die Leute vom Berge Zebaim brachten ihre Erstlinge vor dem Wochenfeste, und man nahm sie von ihnen nicht an; weil im Gesetze geschrieben steht: (Exod. 23, 17) »das Fest der Ernte, der Erstlinge Deiner Feldarbeit, von Allem, was Du auf dem Felde säest«.
אֵלּוּ מְבִיאִין וְלֹא קוֹרִין, הַגֵּר מֵבִיא וְאֵינוֹ קוֹרֵא, שֶׁאֵינוֹ יָכוֹל לוֹמַר אֲשֶׁר נִשְׁבַּע ה' לַאֲבוֹתֵינוּ לָתֵת לָנוּ (דברים כ״ו:ג׳). וְאִם הָיְתָה אִמּוֹ מִיִּשְׂרָאֵל, מֵבִיא וְקוֹרֵא. וּכְשֶׁהוּא מִתְפַּלֵּל בֵּינוֹ לְבֵין עַצְמוֹ, אוֹמֵר, אֱלֹהֵי אֲבוֹת יִשְׂרָאֵל. וּכְשֶׁהוּא בְבֵית הַכְּנֶסֶת, אוֹמֵר, אֱלֹהֵי אֲבוֹתֵיכֶם. וְאִם הָיְתָה אִמּוֹ מִיִּשְׂרָאֵל, אוֹמֵר, אֱלֹהֵי אֲבוֹתֵינוּ:Folgende bringen dar ohne das Bekenntniss zu lesen: Der Proselyt bringt, ohne zu lesen, weil er nicht sagen kann: »Welches Du unsern Eltern zugeschworen hast, uns zu geben». War aber seine Mutter aus Israel, so bringt er und liest. Wenn ein solcher für sich allein betet, so sage er: »Der Gott der Vorfahren Israels«, und in der Synagoge sage er: »Der Gott Eurer Väter«. Ist aber seine Mutter aus Israel, so sagt er: »Der Gott unsrer Vorfahren«.
רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בֶּן יַעֲקֹב אוֹמֵר, אִשָּׁה בַת גֵּרִים לֹא תִנָּשֵׂא לַכְּהֻנָּה, עַד שֶׁתְּהֵא אִמָּהּ מִיִּשְׂרָאֵל. אֶחָד גֵּרִים וְאֶחָד עֲבָדִים מְשֻׁחְרָרִים, וַאֲפִלּוּ עַד עֲשָׂרָה דוֹרוֹת, עַד שֶׁתְּהֵא אִמָּן מִיִּשְׂרָאֵל. הָאַפּוֹטְרוֹפּוֹס וְהַשָּׁלִיחַ וְהָעֶבֶד וְהָאִשָּׁה וְטֻמְטוּם וְאַנְדְּרוֹגִינוֹס, מְבִיאִין וְלֹא קוֹרִין, שֶׁאֵינָן יְכוֹלִין לוֹמַר (דברים כ״ו:י׳) אֲשֶׁר נָתַתָּה לִּי ה':R. Elieser Sohn Jakobs sagte: Eine Tochter von Proselyten darf nicht einem Priester vermählt werden, es sei denn, dass ihre Mutter aus Israel ist. Übrigens ist es einerlei, ob sie Tochter von Proselyten oder freigelassenen Sklaven ist, und selbst vom zehnten Gliede, ist es immer nur gestattet, wenn die Mutter aus Israel ist. Der Vormund, der Bote, der Sklave, die Frau, der Geschlechtslose und der Zwitter dürfen die Erstlinge bringen, aber nicht das Bekenntniss lesen, weil sie nicht sagen können: »Welche Du, o Gott, mir gegeben hast.
Mishnah Bikkurim.1 · Mischnajot mit deutscher Übersetzung und Erklärung. Berlin 1887-1933
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